"Mitten aus dem Leben"

gedacht und niedergeschrieben von

Joachim Krebs, geboren 1958,
Bauingenieur und Unternehmer,
verheiratet, 3 Kinder,
Mitglied im Kirchengemeinderat und im Hauskreis

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Gedichtband unter der ISBN-Nummer 978-3-939119-87-6 in jeder Buchhandlung zu erhalten oder direkt beim Verlag make a book (www.make-a-book.de)

Der Titel lautet: “Du stellst meine Füße auf weiten Raum” von Joachim Krebs - Gedichte Lieder Gebete - , 194 Seiten, 12,80 Euro

Neuestes Gedicht:

ICH WILL NICHT


(zu Jeremia 6,9-21)


„Ich will nicht!“, sagen kleine Kinder.

„Ich will nicht!“, sagen satte Münder.

„Ich will nicht!“, sagen große Leute.
„Morgen vielleicht, doch bloß nicht heute!“

Ich will nicht essen, will nicht hören.
Ich will nicht kommen, ich will stören.
Stören will ich, ich will „zicken“,
will nicht mehr nur bei allem nicken.

Was kümmert´s mich, was andre sagen?
Ich leb für mich an diesen Tagen.
Ob guter Ruf, Gesundheit, Geld –
ganz egal, nur Eines zählt:

Das, was ich will und das, was nicht!
Niemand zieht mich vor Gericht.
Denn ich bin frei, mein eigner Herr.
Doch ob das stimmt, ich glaub´s nicht mehr!

Hab ich denn selber mich im Griff?
Auf wen hör ich, auf wessen Pfiff?
Bin ich denn wirklich unabhängig?
So richtig frei, niemandem hörig?



Doch einer klagt, dass niemand hört
und keinen seine Warnung stört.
Er ist bereit, gleich loszuschlagen,
voll Zorn ist er, nicht zu ertragen.

Kaum kann er seinen Zorn noch zähmen.
Wer ist bereit, ihn ernst zu nehmen?
Wer ist der Eine, der hier klagt,
dass niemand ihn zu achten wagt?

Es ist der Herr – der Heilige,
der Ewige und der Lebendige.
Der, dessen Zorn kaum aufzuhalten,
selbst, wenn wir unsre Schuld bezahlten.



Unglaublich hart trifft Zorn und Strafe,
den Hirten, der für seine Schafe,
den Zorn gar höchstpersönlich trägt.
Der Sohn, den Gott, der Vater, schlägt.

Für mich, der ich zu oft nicht will,
da leidet er und ist ganz still.
Er will. Will mich. Er will mich retten.
Er steht zu mir, will für mich beten.

So will auch ich, will ihm gehören.
Will für ihn leben, ihm zu Ehren.
Weil er mich will und meine Zicken,
geb ich mich ganz. Ich will es blicken:

Ihm zu gehorchen, das macht froh,
und ihm gehören – ebenso.
Er hält gewiss, was er verspricht:.
Er ist für mich – auch im Gericht.

jk 04.09.2008

Inhaltsverzeichnis:

 
gedichte.txt · Zuletzt geändert: 2008/12/29 21:40 von joa
 
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